Herzlich Willkommen beim NABU St. Ingbert

Unsere nächsten Monatstreffen:

Wann? 14. September und 5. Oktober 2016 ab 20 Uhr
Wo?    Gasthaus "Mühlehannes", Rohrbach, Obere Kaiserstr. 97

 

Das Amphibienjahr 2016

Grasfroschkaulquappe mit schon entwickelten Hinterbeinen
Grasfroschkaulquappe mit schon entwickelten Hinterbeinen

Aufgrund der - zumindest aus Sicht der Amphibien - günstigen Wetterver- hältnisse war das Jahr 2016 für alle Amphibien- arten ein insgesamt sehr zufriedenstellendes Jahr in St. Ingbert. Neben Erd- kröten, Gras- und Teich-fröschen konnten wir Berg-, Faden- und Teich- molche, sowie den Feuersalamander und die Wechselkröte nach- weisen. Der Großteil der Gewässer blieb stabil und dank einiger Pflege- maßnahmen im Vorfeld und der Krötenzaunbetreuung am Glashütter Weiher konnten sich Frösche, Molche und Kröten gut entwickeln.

Auch die noch nicht geschlechtsreifen Erdkröten wandern schon mal probeweise zum Laichgewässer
Auch die noch nicht geschlechtsreifen Erdkröten wandern schon mal probeweise zum Laichgewässer

Rein zahlenmäßig ist die Umgebung am Glashütterweiher mit  knapp  8000 am Krötenzaun gezählten Amphibien der Kernbereich im vom NABU St. Ingbert betreuten Gebiet. Hier kommen Erdkröten und Grasfrösche in großen Populations-zahlen, sowie Molche vor. Die Krötenzaun-betreuung, die sich in diesem Jahr über knapp 7 Wochen hinzog, war nur durch den engagierten Einsatz von vielen Helfern möglich.

Der Feuersalamander, Lurch des Jahres 2016
Der Feuersalamander, Lurch des Jahres 2016

Ein qualitativ hochwertiger Bereich ist das Gebiet am Großen Stiefel, wo der Saarforst im ausgehenden Winter einige Stützungsmaßnah- men zum Erhalt von Kleinge- wässern durchgeführt hat. Hier kommen 5 Amphibienarten vor, deren Larven ab Ende Juni die Gewässer verlassen haben.

Rufendes Wechselkrötenmännchen ...
Rufendes Wechselkrötenmännchen ...

Auch zwei kleine Wechselkrötenpopu-lationen haben wir in einem St. Ingberter Industriegebiet gefun- den. Die Kaulquap- pen konnten sich zum Großteil fertig entwickeln. Jungtiere sind Ende Juni/An- fang Juli aus den Lachen abgewandert. Die Wechselkröte ist eine streng geschütz- te Art, die gerne temporäre Flachgewässer auf von Menschen genutzten Flächen besiedelt und dadurch der ständigen Gefahr von Eingriffen, etwa durch Bebauungsmaßnahmen, ausgesetzt ist.

... und das Ergebnis seiner Bemühungen
... und das Ergebnis seiner Bemühungen

Eine Bitte an alle Amphibienfreunde

Bitte belassen Sie Frosch- oder Krötenlaich, alle Kaulquappen und ausgewachsenen Amphibien an dem Platz, an dem Sie sie beobachten! Eine Umsiedlung ist selten erfolgreich und von vielen Bedingungen abhängig, die oft nicht richtig einzuschätzen sind. Vor allem die Erdkröte ist eine sehr standorttreue Art, die eine Umsiedlung in der Regel nicht akzeptiert!


Wenn Sie konkrete Fragen zum Thema haben, wenden Sie sich gerne an Gabi Stein (gabistein@versanet.de) oder Barbara Böhme (info@nabu-st-ingbert.de).

 

Und zu guter Letzt
Wer Lust auf sinnvolle sportliche Betätigungen im Bereich Biotoppflege an Gewässern hat, kann sich ebenfalls gerne melden. Einige Pflegemaßnahmen an Gewässern, in denen Amphibien vorkommen, stehen für die Monate September-November an.

Fotos: Gabi Stein, Helmut Graf (Feuersalamander)

 

Schwalben willkommen

Foto: Anita Naumann

 

Früher waren sie in Städten und Dörfern allgegenwärtig. Heute muss man in manchem Dorf lange suchen, um noch ein Haus mit Schwalbennestern zu finden. Dabei gelten die flinken Flieger als Glücksboten und vertilgen außerdem für uns Menschen oft lästige Insekten.

Trotzdem werden leider immer noch Nester entfernt. Doch das ist verboten! Denn nicht nur die Schwalben an sich, auch ihre Nester sind geschützt, dürfen also auch während ihrer Abwesenheit in Herbst und Winter nicht einfach abgeschlagen werden. Wenn wegen Sanierungsarbeiten Nester entfernt werden müssen, sollte dies auf jeden Fall außerhalb der Brutzeit geschehen und nach der Sanierung kann man den Schwalben dann mit künstlichen Nisthilfen wieder ein zu Hause bieten. Gegen Verschmutzungen an der Fassade helfen unterhalb der Nester angebrachte Kotbrettchen. Heute finden Schwalben leider kaum mehr Lehmpfützen in den Ortschaften, um so neue Nester bauen zu können.

Um erst einmal zu erfahren, wo und wie viele Schwalben es in St. Ingbert überhaupt noch gibt, werden wir versuchen noch vorhandene Nester zu zählen. Dabei können auch Sie uns helfen. Melden Sie Häuser mit Schwalbennestern über die Webseite http://www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de/schwalben-und-mauersegler-meldeformular/

Um den Schwalben in und um St. Ingbert  zu helfen, können also auch Haus- und Gartenbesitzer aktiv werden. Wie, das wird hier http://www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de/schwalben-und-mauerseglern-helfen/ erklärt.

Vielleicht haben ja auch Sie die Möglichkeit eine Nisthilfe für Schwalben anzubringen oder eine Lehmpfütze in Ihrem Garten anzulegen, damit die Schwalben auch Ihrem Haus Glück bringen können.

 

 

Aktion Krötenwanderung

Die diesjährige Wanderung der Erdkröten am Glashütter Weiher ist weitgehend abgeschlossen. Die Aktiven des NABU St. Ingbert waren vom 11. März bis zum 4. April sehr fleißig. Sie sammelten knapp 10.000 Erdkröten, rund um den Krötenzaun und entlang der Straße zur Gaststätte auf, um sie vor dem Überfahren durch PKW zu bewahren und sie sicher zu ihren Laichgewässern zu bringen.

Dennoch sind viele Tiere insbesondere auch auf der  Rückwanderung von Autos überfahren worden. Daher sollen im nächsten Jahr durch entsprechende Hinweise Autofahrer noch stärker sensibilisiert werden, Rücksicht auf Erdkröten zu nehmen.

 

Unser Jahresprogramm 2016

Was ist eine lebendige Stadt? 
Natürlich gehören zum Leben einer Stadt Handel und Gewerbe. Aber auch die Natur darf nicht zu kurz kommen, damit sich die Menschen in der Stadt wohl fühlen. Der Stieglitz ist Vogel des Jahres 2016. Sein Bestand hat von 1990 bis 2013 um 48 Prozent abgenommen. Geeignete Brutplätze findet er u.a. auf Brachen oder in Parks und Gärten. Im Siedlungsraum verschwinden aber wildblumenreiche Brachflächen, öffentliches und privates Grün wird zu intensiv gepflegt, Wildkrautvielfalt gar weggespritzt. Schon kleine sich selbst überlassene Ecken in Gärten, an Sport- und Spielplätzen, Schulen, Ackerflächen oder Straßenrändern könnten dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhöhen. Jeder einzelne von uns hat es in der Hand, unsere Stadt lebendiger zu machen.

Wir haben in diesem Jahr das Drahtwerk Nord-Areal (DNA) zum Schwerpunktgebiet für unsere Naturführungen gemacht. Kommen und staunen Sie, was es dort zu entdecken gibt.

Jahresprogramm NABU St. Ingbert 2016
Nabu_IGB_2016.pdf
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NABU St. Ingbert begrüßt 1000. Mitglied

Wir begrüßen ganz herzlich unsere neuen Mitglieder. In diesem Jahr haben wir unser 1000. Mitglied geehrt. Das sind eine ganze Menge St. Ingberter, die uns damit bei unserer Arbeit und bei unserem Engagement für die Natur in und um St. Ingbert unterstützen.

Wir laden jeden Einzelnen herzlich zum Mitmachen ein, sei es aktuell bei der Betreuung des Krötenzauns, sei es bei Pflegeeinsätzen an Gewässern und Wiesen, sei es beim Aufbau der Turmfalken-AG. Falls Sie unseren elektronischen Newsletter beziehen möchten, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an info@nabu-st-ingbert.de, damit wir Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten rund um die Natur informieren können.

Testen Sie Ihr Wissen mit dem NABU-Naturquiz:

Naturquiz
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Vogelstimmenquiz

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Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten - im allgemeinen oder auch ein spezielles Projekt - dann sind Sie herzlich willkommen.

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