Herzlich willkommen beim NABU St. Ingbert

Unsere nächsten Treffen, Beginn jeweils um 19:30 Uhr:

1. August: Gasthaus "Zum Mühlehannes", Obere Kaiserstr. 97, Rohrbach

5. September: Alte Mühle in Rohrbach

Ergebnis Amphibienwanderung am Glashütter Weiher

Auch in diesem Jahr haben NABU-Aktive und freiwillige Helfer die Massenanwanderung der Erdkröten in den Glashütter Weiher in St. Ingbert Rohrbach betreut. Ein Schutzzaun mit 25 Eimern stand wie in den letzten Jahren auf der Waldseite auf Höhe des Weihers und soll den anwandernden Amphibien den Straßentod ersparen. Trotz des Zauns werden am Glashütter Weiher in jedem Frühjahr vor allem in den frühen Abendstunden viele Amphibien-vor allem Erdkröten- überfahren, in diesem Jahr sind es geschätzt 200-300 gewesen. Dabei wird vor allem den Erdkrötenmännchen ein spezifisches Verhaltensmuster zum Verhängnis: sie nutzen die Straße mit freier Sicht als Warteplatz auf die aus dem Wald kommenden Erdkrötenweibchen und flüchten leider auch nicht bei anfahrenden Autos.

 

Die nackten Zahlen der Amphibien, die wir 2018 in der Zeit zwischen 9. März und 9. April in der Hand hatten: Insgesamt haben wir 11673 hinwandernde  Erdkröten (davon 570 als Weibchen identifiziert), 63 Fadenmolche, 27 Grasfrösche und 13 Bergmolche gezählt und in den Weiher gesetzt.

 

Die Rückwanderung, für die es keinen Schutzzaun gibt, war in diesem Jahr kurioserweise in sehr wenigen Tagen abgeschlossen. Trotzdem gilt weiterhin die Bitte an alle Autofahrer vorsichtig zu fahren und unter Umständen auch mal halt zu machen und auf der Straße sitzende Amphibien auf die Seite zu setzen. Gleiches gilt für die Abwanderung der Jungtiere, die im Juni/Juli an milden Regentagen zu erwarten ist.

 

Ein herzliches Dankeschön geht an die Stadt St. Ingbert, die den Zaun aufstellen und die Eimer eingraben lässt und an alle, auch neue Helfer, die sich zuverlässig und engagiert an der Aktion beteiligt haben!

 

Füttern ausdrücklich erlaubt

 

„Vögel sind überall da, wo sie was zu fressen finden“. Dieser Satz, so einfach wie wahr, sollte uns mittlerweile zu eigenem Handeln inspirieren, wenn wir unsere Vogelwelt erhalten wollen. Denn einer der Hauptgründe für den mittlerweile von allen Ornithologen beobachteten erschreckenden Rückgang der einheimischen Vögel liegt darin, dass die auf Insekten und Wildkräuter angewiesenen Vögel in unserer ausgeräumten Landschaft nicht mehr genug zu fressen finden. Der erhebliche Verlust an Insekten, manchen Studien zufolge beträgt der Rückgang bis zu 80%, kann nicht folgenlos für die in der Nahrungskette folgenden Tierarten sein. Das betrifft neben Amphibien, Reptilien und Fledermäusen auch unsere Vögel. Schon ist es zu einem schleichenden Artenschwund gekommen, der sich in unseren Gärten und bei Spaziergängen im Umfeld offenbart: es wird leiser, unsere Natur ist weniger belebt. Wer alt genug ist, sich an früher zu erinnern, den kann das schon traurig stimmen.
Doch wir alle können ein wenig dagegen tun, dass unsere Vögel nicht mehr und mehr verschwinden: wir können unsere Gärten so gestalten, dass im Jahresverlauf eine blühende Vielfalt zur Verfügung steht, die Insekten anlockt und Sämereien für Vögel anbietet. Wer die Möglichkeit dazu hat, kann Wiesen und  alte Baumbestände erhalten oder Nisthilfen für Insekten und Vögel bereitstellen.


Was nahezu jedem möglich ist: wir können unsere Vögel füttern!

Das ist ein kleiner bescheidener Beitrag jedes einzelnen, mit dem wir den Rückgang der Vogelarten auf einem zugegebenermaßen sehr kleinen Fleck der Landkarte aktiv beeinflussen können!
Hier einige der wichtigsten Tipps dazu:

  • Bieten Sie eine möglichst überdachte, ausreichend große und katzensichere Futterstelle an. Günstig sind neben einem Futterhaus auch Futtersäulen, die man in einem Baum oder am Balkon aufhängen kann.
  • Als Futtermittel kann man  Sonnenblumenkerne, Haferflocken mit einem Schuss Öl verrührt und einheimische Nüsse wie Hasel- oder Walnüsse empfehlen. Das deckt den Futterbedarf der meisten Vögel wie  Meisen, Amseln, Finken, Spatzen und anderer Singvögel. Fettfutter (z.B. in Meisenknödeln) ist vor allem im Winter eine wertvolle weil energiereiche Nahrung.
  • Wessen Geldbeutel es erlaubt, dem kann man mittlerweile zu einer ganzjährigen Fütterung raten, denn  vor allem in der Brutzeit brauchen die Altvögel eine sichere Energiequelle, um die Aufzucht der Jungen gewährleisten zu können.
  • Noch ein letzter Tipp: stellen Sie die Futterstelle dort auf, wo Sie die Vögel gut beobachten können. Es wird Ihren Ausblick aus dem Fenster in jedem Fall bereichern, wenn es Sie nicht sogar für viele Momente glücklich macht!
  • Wer mehr Informationen zum Thema haben möchte, dem kann man die Bücher von Peter Berthold, einem weltweit geachteten Ornithologen, empfehlen: „Vögel füttern - aber richtig“ oder „Unsere Vögel - Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“.                                              Text: Gabi Stein, Foto: Barbara Böhme

Jahresprogramm 2018

Unser vielfältiges Jahresprogramm hat mit der Waldkauzwanderung Ende Februar begonnen. Als nächstes steht am 22. April der Waldspaziergang mit Förster Tobias Schlicker durch das Frohnsbachtal an.

NABU St. Ingbert Programm 2018.pdf
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Kurzmeldungen

(18.12.2017) Das Amphibien- und Reptilienjahr 2017 in St. Ingbert

 

Trotz des in weiten Teilen sonnigen Früh-jahrs und Frühsommers konnten kaum Nachweise für die drei einheimischen Ei-dechsenarten gelingen.  weiterlesen   

Foto (Gabi Stein): trächtiges Waldei-dechsenweibchen auf der "Hager"-Wiese

 

(21.10.2017) Erhalt und Pflege wertvoller Flächen

Nach dem letzten Pflegeeinsatz im Jahr 2015 haben in diesem Jahr wieder Arbeiten auf der Hagerwiese und dem Alten Sauweiher in St. Ingbert stattgefunden. weiterlesen  Foto: Gabi Stein

(27.07.17) Dem Drahtwerk-Nord-Areal gehen die Kröten aus

In diesem Jahr haben wir in dem in Umwandlung begriffenen Gebiet im nordwestlichen St. Ingbert vergeblich nach den Wechselkröten gesucht. Waren die Kröten im letzten Jahr in zwei Teilbereichen noch vorhanden, haben kostenlose abendliche Konzerte gegeben und sich dabei  erfolgreich vermehrt, blieben sie in diesem Jahr komplett aus. Keine Sichtfunde, keine Rufer, keine Bewegung im gesamten Drahtwerk-Nord-Areal und demzufolge auch keine Reproduktion in den von der Stadt neu geschaffenen Gewässern! weiterlesen                                  Foto: Gabi Stein

(27.07.17) Tagfaltermonitoring

Wer genau wissen will, wie das Tagfaltermonitoring, also das korrekte wissenschaftliche Zählen von Schmetterlingen funktioniert, der kann sich beim WDR die Sendung Quarks&Co zu dem Thema ansehen: hier klicken

Foto vom Scheckenfalter: Barbara Böhme

(07.07.2017) Flächenverbrauch in St. Ingbert und deutschlandweit viel zu hoch.

Das Ziel der Bundesregierung, den täglichen Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, liegt in weiter Ferne. Derzeit beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr immer noch durchschnittlich 66 Hektar pro Tag. Das zeigt, dass zusätzliche Anstrengungen unverzichtbar sind, um die Neuinanspruchnahme von Flächen möglichst gering zu halten. Langfristig muss eine sogenannte Flächenkreislaufwirtschaft angestrebt werden. Dabei werden neuversiegelte Flächen durch die Entsiegelung nicht mehr genutzter Flächen sowie die Umwandlung zu Grünflächen aufgewogen, so dass der Netto-Flächenverbrauch am Ende Null betragen soll. Um dies zu erreichen, müssen sich aber auch die Bundesländer sowie Städte und Gemeinden konkrete Flächensparziele setzen. Die „Doppelte Innenentwicklung“, also das Bauen im Bestand sowie die gleichzeitige Sicherung und Aufwertung von innerstädtischen Grünflächen, muss sich zum Regelfall entwickeln. weiterlesen ...

Foto: Helge May

(22.05.2017) Gartenwettbewerb "Bienen-freundliche Gärten in St. Ingbert"

Die Stadt St. Ingbert veranstaltet in Zusammenarbeit mit NABU St. Ingbert und dem Garten- und Landschaftsbaubetrieb Wagner & Günther im Rahmen des "Jahres der Bienen 2017" einen Gartenwettbewerb. Ziel des Wettbewerbs ist, durch vorbildliche Beispiele in der Stadt für die Erhaltung der heimischen Pflanzen- und Tierwelt und die Erhöhung der Artenvielfalt zu werben. Teilnehmen können alle Gärten in St. Ingbert - sowohl Privatgärten als auch Außenanlagen von Gewerbetreibenden. Teilnahmeschluss ist der 30. September. Anmeldungen unter: biosphaere@st-ingbert.de. Infos unter www.st-ingbert.de.

(02.04.2017) Ergebnis vom Krötenzaun 

Auch in diesem Jahr stand zum Schutz der Amphibien am Glashütter Weiher ein Krötenschutzzaun. Anfang April endete die Aktion, an der zahlreiche aktive HelferInnen gut 4 Wochen lang teilnahmen. Sie kontrollierten morgens und abends die Eimer und trugen dabei insgesamt 8209 Erdkröten, 17 Grasfrösche, 34 Fadenmolche, 15 Bergmolche, 2 Teichmolche zu ihren Laichgewässer über die Straße.

                                                                    Foto von zwei Bergmolchen, Gabi Stein

(02.02.2017) Nisthilfen für Wildbienen und Vögel

Wir sind am 18. März auf dem Wochen- und Biosphärenmarkt dabei und bieten Nisthilfen für Wildbienen und Vögel an. Jede Menge Informationen rund um das Thema Wildbienen und Vögel in Garten und Parks finden Sie auch bei uns.

                           Foto: Barbara Böhme

(30.01.17) Mäusebussard aus Norwegen tot aufgefunden.

Vergangene Woche wurde uns der Fund eines toten Bussards nähe der A6 an der Parallelstraße gemeldet. Er trug einen Ring der Beringungsstation "Museum Stavanger" in Norwegen. Von dort kam heute die Bestätigung: Es handelt sich um einen jungen Mäusebussard, der gerade mal 7 Monate alt wurde. Nachdem er 1321 km nach Süden geflogen war, wurde er aller Wahrscheinlichkeit nach bei uns Opfer einer Kollision im Straßenverkehr. 

                                                                                          Foto: Andreas Schäfer

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