Herzlich willkommen beim NABU St. Ingbert

Unsere nächste Sitzung:

8. Mai 2019 um 19:30 Uhr

Gasthaus "Zum Mühlehannes" in Rohrbach, Ob. Kaiserstr. 97

Vorsicht Autofahrer! Krötenwanderung hat eingesetzt.

Am 28. Februar 2019 haben die Mitarbeiter der Stadt den Krötenzaun am Glashütter Weiher aufgebaut. Die Aktiven des NABU St. Ingbert sammeln seitdem jeden Morgen und Abend die Tiere auf, die in die am Zaun aufgestellten Eimer gefallen sind und tragen sie sicher über die Straße. Faden-molche, Bergmolche, Grasfrösche, aber vor allem Erdkröten wandern nun in großen Mengen in Richtung Weiher, um dort abzu-laichen. Damit sie nicht von Autos über-fahren werden, landen sie bei ihrer Wan-derung in den eingegrabenen Eimern. Die Helfer bestimmen die Tiere, zählen sie und tragen sie in den Weiher. Die Funde werden dann auf der bundesweiten Website www.amphibienschutz.de  zentral gemeldet, um ein umfassendes Bild der Amphibienvorkommen in Deutschland zu erhalten. Da die Lurche in der Regel nachtaktiv sind, um sich vor Feinden zu schützen und das Austrocknen ihrer Haut zu verhindern, ist für Autofahrer besondere Vorsicht in den Abend- und Nachtstunden geboten.

 

Zahlreiche nützliche Hinweise zu Amphibien und zu deren Schutz finden sich auf den folgenden Seiten: www.nabu.de/kroetenwanderung.

 

Wer mithelfen möchte, kann sich direkt beim NABU St. Ingbert (01577 2436222) melden.

                                                                                              Foto: Erwin Andres

Naturschutz selber machen

Foto: Barbara Böhme
Foto: Barbara Böhme

Liebes NABU-Mitglied,

 

Naturschutz, Klimawandel, Artenschutz, biologische Vielfalt – alles Schlagwörter, die uns tagtäglich in den Medien begegnen. Was bedeutet das aber konkret und was kann ich selbst tun? Sie können vieles tun: z.B. eine Ecke in Ihrem Garten „wild“ sein lassen, eine bunte Blumenwiese daraus machen. Schmetterlinge, Käfer, Wildbienen, Hummeln werden es Ihnen danken. Samenreiche Stauden im Herbst stehen lassen, weil sie im Winter Vögeln Nahrung bieten. Eine Hecke aus heimischen Sträuchern wachsen lassen. Einen Teich anlegen, in dem Molche laichen können. Nisthilfen für Insekten und Vögel anbringen. Und, und, und …

 

Unser Jahresprogramm 2019 ziert der Klatschmohn. Wie die Kornblume gehört er zu den sogenannten Ackerwildkräutern, die seit den 1960er Jahren im Zuge der intensiven Landwirtschaft von 90 % der Flächen verschwunden sind. In einem Naturgarten bietet er mit seinen pollenreichen Staubblättern reichlich Nahrung für Hummeln und Bienen und gibt gleichzeitig wunderschöne rote Farbtupfer.

 

Wussten Sie übrigens, dass St. Ingbert als eine Modellkommune für biologische Vielfalt im Saarland ausgewählt wurde? Wir finden, das ist eine Chance, die Artenvielfalt im urbanen Raum in den Blick zu nehmen und zu fördern. Wir vom NABU werden uns in Ihrem Namen aktiv einbringen.

 

Gelegenheit, uns und unsere Aktivitäten kennenzulernen, bietet sich bei unseren monatlichen Treffen. Schauen Sie doch einfach ab und zu auf unserer Website oder bei Facebook vorbei. Dann sind Sie immer auf dem neuesten Stand in Sachen Naturschutz in St. Ingbert.

 

Ich wünsche Ihnen im Namen des NABU St. Ingbert ein naturbewusstes Jahr 2019.

 

Barbara Böhme

Füttern ausdrücklich erlaubt

Foto: Barbara Böhme
Foto: Barbara Böhme

 

„Vögel sind überall da, wo sie was zu fressen finden“. Dieser Satz, so einfach wie wahr, sollte uns mittlerweile zu eigenem Handeln inspirieren, wenn wir unsere Vogelwelt erhalten wollen. Denn einer der Hauptgründe für den mittlerweile von allen Ornithologen beobachteten erschreckenden Rückgang der einheimischen Vögel liegt darin, dass die auf Insekten und Wildkräuter angewiesenen Vögel in unserer ausgeräumten Landschaft nicht mehr genug zu fressen finden. Der erhebliche Verlust an Insekten, manchen Studien zufolge beträgt der Rückgang bis zu 80%, kann nicht folgenlos für die in der Nahrungskette folgenden Tierarten sein. Das betrifft neben Amphibien, Reptilien und Fledermäusen auch unsere Vögel. Schon ist es zu einem schleichenden Artenschwund gekommen, der sich in unseren Gärten und bei Spaziergängen im Umfeld offenbart: es wird leiser, unsere Natur ist weniger belebt. Wer alt genug ist, sich an früher zu erinnern, den kann das schon traurig stimmen.
Doch wir alle können ein wenig dagegen tun, dass unsere Vögel nicht mehr und mehr verschwinden: wir können unsere Gärten so gestalten, dass im Jahresverlauf eine blühende Vielfalt zur Verfügung steht, die Insekten anlockt und Sämereien für Vögel anbietet. Wer die Möglichkeit dazu hat, kann Wiesen und  alte Baumbestände erhalten oder Nisthilfen für Insekten und Vögel bereitstellen.


Was nahezu jedem möglich ist: wir können unsere Vögel füttern!

Das ist ein kleiner bescheidener Beitrag jedes einzelnen, mit dem wir den Rückgang der Vogelarten auf einem zugegebenermaßen sehr kleinen Fleck der Landkarte aktiv beeinflussen können!
Hier einige der wichtigsten Tipps dazu:

  • Bieten Sie eine möglichst überdachte, ausreichend große und katzensichere Futterstelle an. Günstig sind neben einem Futterhaus auch Futtersäulen, die man in einem Baum oder am Balkon aufhängen kann.
  • Als Futtermittel kann man  Sonnenblumenkerne, Haferflocken mit einem Schuss Öl verrührt und einheimische Nüsse wie Hasel- oder Walnüsse empfehlen. Das deckt den Futterbedarf der meisten Vögel wie  Meisen, Amseln, Finken, Spatzen und anderer Singvögel. Fettfutter (z.B. in Meisenknödeln) ist vor allem im Winter eine wertvolle weil energiereiche Nahrung.
  • Wessen Geldbeutel es erlaubt, dem kann man mittlerweile zu einer ganzjährigen Fütterung raten, denn  vor allem in der Brutzeit brauchen die Altvögel eine sichere Energiequelle, um die Aufzucht der Jungen gewährleisten zu können.
  • Noch ein letzter Tipp: stellen Sie die Futterstelle dort auf, wo Sie die Vögel gut beobachten können. Es wird Ihren Ausblick aus dem Fenster in jedem Fall bereichern, wenn es Sie nicht sogar für viele Momente glücklich macht!
  • Wer mehr Informationen zum Thema haben möchte, dem kann man die Bücher von Peter Berthold, einem weltweit geachteten Ornithologen, empfehlen: „Vögel füttern - aber richtig“ oder „Unsere Vögel - Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“.                                                                           Text: Gabi Stein

Jahresprogramm 2019

Laden Sie sich unser Jahresprogramm 2019 herunter, indem Sie auf die untenstehende "Download"-Fläche klicken. Alle unsere Mitglieder erhalten es im praktischen Flyerformat mit unserer Mitgliederpost zugesandt.

Schwerpunkt unserer Exkursionen sind in diesem Jahr die Feuchtwiesen im Rohrbachtal rund um die Rohrbacher Mühle.

NABU St. Ingbert Programm 2019
NABU Jahresprogramm 2019.pdf
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Kurzmeldungen

Foto: Gabi Stein
Foto: Gabi Stein

(28.12.2018) Neue Aktivitäten für Gebäudebrüter

Am Jahresende 2018 möchten wir einen Überblick über die Aktivitäten des NABU St. Ingbert in Bezug auf die Förderung gebäudebrütender Vögel geben. Eine sehr glückliche Kooperation hat sich für uns mit dem Verein „Offene Jugendwerkstatt Alte Schmelz“ ergeben. Weiterlesen.

Foto: Ralf Menn
Foto: Ralf Menn

(31.10.2018) Glücksboten in Not

Allgemein sind die Bestände der Mehlschwalben im deutschen Raum rückläufig. Was das für den Bestand in St. Ingbert bedeutet, hatten wir 2016 in einer intensiven Nachsuche versucht herauszufinden. Damals mit einem ernüchternden Ergebnis, das im Jahr 2018 wieder überprüft wurde.weiterlesen

Trächtiges Weibchen einer Waldeidechse
Foto: Gabi Stein

(18.12.2017) Das Amphibien- und Reptilienjahr 2017 in St. Ingbert

Trotz des in weiten Teilen sonnigen Früh-jahrs und Frühsommers konnten kaum Nachweise für die drei einheimischen Ei-dechsenarten gelingen. Auf dem Foto hier links sehen Sie ein trächtiges Weibchen einer Waldeidechse.  weiterlesen  

 

 

Foto: Gabi Stein
Foto: Gabi Stein

(21.10.2017) Erhalt und Pflege wertvoller Flächen

Nach dem letzten Pflegeeinsatz im Jahr 2015 haben in diesem Jahr wieder Arbeiten auf der Hagerwiese und dem Alten Sauweiher in St. Ingbert stattgefunden. weiterlesen  Foto: Gabi Stein

Foto: Gabi Stein
Foto: Gabi Stein

(27.07.17) Dem Drahtwerk-Nord-Areal gehen die Kröten aus

In diesem Jahr haben wir in dem in Umwandlung begriffenen Gebiet im nordwestlichen St. Ingbert vergeblich nach den Wechselkröten gesucht. Waren die Kröten im letzten Jahr in zwei Teilbereichen noch vorhanden, haben kostenlose abendliche Konzerte gegeben und sich dabei  erfolgreich vermehrt, blieben sie in diesem Jahr komplett aus. Keine Sichtfunde, keine Rufer, keine Bewegung im gesamten Drahtwerk-Nord-Areal und demzufolge auch keine Reproduktion in den von der Stadt neu geschaffenen Gewässern! weiterlesen

Foto: Barbara Böhme
Foto: Barbara Böhme

(27.07.17) Tagfaltermonitoring

Wer genau wissen will, wie das Tagfaltermonitoring, also das korrekte wissenschaftliche Zählen von Schmetterlingen funktioniert, der kann sich beim WDR die Sendung Quarks&Co zu dem Thema ansehen: hier klicken

Links der Schachbrettfalter, Vogel des Jahres 2019

(07.07.2017) Flächenverbrauch in St. Ingbert und deutschlandweit viel zu hoch.

Das Ziel der Bundesregierung, den täglichen Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, liegt in weiter Ferne. Derzeit beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr immer noch durchschnittlich 66 Hektar pro Tag. Das zeigt, dass zusätzliche Anstrengungen unverzichtbar sind, um die Neuinanspruchnahme von Flächen möglichst gering zu halten. Langfristig muss eine sogenannte Flächenkreislaufwirtschaft angestrebt werden. Dabei werden neuversiegelte Flächen durch die Entsiegelung nicht mehr genutzter Flächen sowie die Umwandlung zu Grünflächen aufgewogen, so dass der Netto-Flächenverbrauch am Ende Null betragen soll. Um dies zu erreichen, müssen sich aber auch die Bundesländer sowie Städte und Gemeinden konkrete Flächensparziele setzen. Die „Doppelte Innenentwicklung“, also das Bauen im Bestand sowie die gleichzeitige Sicherung und Aufwertung von innerstädtischen Grünflächen, muss sich zum Regelfall entwickeln. weiterlesen ...

Foto: Helge May

(22.05.2017) Gartenwettbewerb "Bienen-freundliche Gärten in St. Ingbert"

Die Stadt St. Ingbert veranstaltet in Zusammenarbeit mit NABU St. Ingbert und dem Garten- und Landschaftsbaubetrieb Wagner & Günther im Rahmen des "Jahres der Bienen 2017" einen Gartenwettbewerb. Ziel des Wettbewerbs ist, durch vorbildliche Beispiele in der Stadt für die Erhaltung der heimischen Pflanzen- und Tierwelt und die Erhöhung der Artenvielfalt zu werben. Teilnehmen können alle Gärten in St. Ingbert - sowohl Privatgärten als auch Außenanlagen von Gewerbetreibenden. Teilnahmeschluss ist der 30. September. Anmeldungen unter: biosphaere@st-ingbert.de. Infos unter www.st-ingbert.de.

(02.04.2017) Ergebnis vom Krötenzaun 

Auch in diesem Jahr stand zum Schutz der Amphibien am Glashütter Weiher ein Krötenschutzzaun. Anfang April endete die Aktion, an der zahlreiche aktive HelferInnen gut 4 Wochen lang teilnahmen. Sie kontrollierten morgens und abends die Eimer und trugen dabei insgesamt 8209 Erdkröten, 17 Grasfrösche, 34 Fadenmolche, 15 Bergmolche, 2 Teichmolche zu ihren Laichgewässer über die Straße.

                                                                    Foto von zwei Bergmolchen, Gabi Stein

(02.02.2017) Nisthilfen für Wildbienen und Vögel

Wir sind am 18. März auf dem Wochen- und Biosphärenmarkt dabei und bieten Nisthilfen für Wildbienen und Vögel an. Jede Menge Informationen rund um das Thema Wildbienen und Vögel in Garten und Parks finden Sie auch bei uns.

                           Foto: Barbara Böhme

(30.01.17) Mäusebussard aus Norwegen tot aufgefunden.

Vergangene Woche wurde uns der Fund eines toten Bussards nähe der A6 an der Parallelstraße gemeldet. Er trug einen Ring der Beringungsstation "Museum Stavanger" in Norwegen. Von dort kam heute die Bestätigung: Es handelt sich um einen jungen Mäusebussard, der gerade mal 7 Monate alt wurde. Nachdem er 1321 km nach Süden geflogen war, wurde er aller Wahrscheinlichkeit nach bei uns Opfer einer Kollision im Straßenverkehr. 

                                                                                          Foto: Andreas Schäfer

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