Herzlich Willkommen beim NABU St. Ingbert

Unser nächstes Treffen:

Monatssitzung am 7. Juni 2017 ab 20 Uhr

Gasthaus "Zum Mühlehannes", Obere Kaiserstr. 97, St. Ingbert-Rohrbach

(02.02.2017) Nisthilfen für Wildbienen und Vögel

Wir sind am 18. März auf dem Wochen- und Biosphärenmarkt dabei und bieten Nisthilfen für Wildbienen und Vögel an. Jede Menge Informationen rund um das Thema Wildbienen und Vögel in Garten und Parks finden Sie auch bei uns.

(30.01.17) Mäusebussard aus Norwegen tot aufgefunden.

Vergangene Woche wurde uns der Fund eines toten Bussards nähe der A6 an der Parallelstraße ge- meldet. Er trug einen Ring der Be- ringungsstation "Museum Stavan- ger" in Norwegen. Von dort kam heute die Bestätigung: Es handelt sich um einen jungen Mäuse- bussard, der gerade mal 7 Monate alt wurde. Nachdem er 1321 km nach Süden geflogen war, wurde er aller Wahrscheinlichkeit nach bei uns Opfer einer Kollision im Straßenverkehr. 

                                                                                               (Foto: Andreas Schäfer)

NABU St. Ingbert Jahresprogramm

Wir haben uns Exkursionen für Sie aus- gedacht, z.B. in das neue Beweidungs- gebiet im Rohrbachtal und zu den Wild- bienen. Natürlich steht auch wieder die beliebte Fledermauswanderung auf dem Programm.

 

Sie finden das Programm an unserem Schaukasten in der Rickertstraße/Ecke Kaiserstraße. Es genügt auch ein Klick auf das nebenstehende Bild, um sich das ganze Programm herunterzuladen. Als nächstes steht eine Vogelwanderung unter Führung von Peter Hellenthal am 22. April auf dem Programm.

Hier unser Programm zum Herunterladen:
NABU St. Ingbert 2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 4.9 MB

Das Turmfalkenjahr 2016

Autorin: Gabi Stein

Die Beobachtungen

 

Im Jahr 2016 wurden die Bemühungen um den Turmfalken in St. Ingbert , Teilen von Saarbrücken und im Regionalverband Saarbrücken weiter geführt. Insgesamt war es ein sehr schlechtes Brutjahr für den Turmfalken: von 19 uns bekannten Brutpaaren (14 in SB, 4 in IGB und 1 überregional) haben lediglich 8 Paare die Brut erfolgreich abgeschlossen, die anderen Paare haben entweder nicht mit der Brut begonnen oder sie abgebrochen. Das entspricht ungefähr den Ergebnissen bei den Singvögeln, das kalte und nasse Frühjahr hat sich allgemein schlecht auf den Bruterfolg ausgewirkt.                                               Foto: junger Turmfalke (Helmut Graf)

 

Für St. Ingbert lässt sich festhalten, dass die früher bekannten und zum Großteil vom NABU eingerichteten Nistplätze in den Kirchen weder für die Zielarten Schleiereule noch für den Turmfalken funktionieren. Ein Großteil der Nistkästen ist von Dohlen besetzt: 6 Dohlenpaare haben hier 2016 ihre Jungen großziehen können. Der Turmfalke ist durch den frühen Brutbeginn der Dohlen zum Ausweichen gezwungen, die 4 uns bekannten Turmfalkenpärchen haben in einem Baumnest, einem Leitungsmast und 2 in einer Gebäudenische  an  Industriegebäuden gebrütet. Die Schleiereule ist als Brutvogel in St. Ingbert nicht mehr bekannt.                                                            Foto: Dohle in St. Hildegard (Gabi Stein)

 

Im Stadtgebiet  von Saarbrücken sieht die Situation für den Turmfalken etwas besser aus als in St. Ingbert. Vor allem an Industriegebäuden scheint es dem Turmfalken zu gefallen, denn auch hier gilt das gleiche wie in St. Ingbert und vermutlich im restlichen Saarland: die 35 in Kirchen eingebauten Nisthilfen sind eher von Dohlen als von Turmfalken besetzt. Da die Dohle als seltener Brutvogel auch einen Schutzstatus hat (besonders geschützt, der Turmfalke ist streng geschützt), ist diese Tatsache aber zu verschmerzen. Es bedeutet lediglich, Alternativen zu finden und sich der Situation anzupassen: in den letzten 2 Jahren wurden 5 neue Nistkästen an verschiedenen meist Industriegebäuden aufgehängt, die auch angenommen wurden.
Foto: Turmfalkenweibchen in der Herz-Jesu-Kirche in Burbach (Gabi Stein). Das Pärchen war da, aber eine Brut hat in diesem Jahr nicht stattgefunden.

 

Aktionen zum Schutz der Turmfalken

Insgesamt wurden 2016 mehrere neue Nistmöglichkeiten geschaffen:

In der Christus-kirche in Dudweiler wurde der bei Bau- arbeiten entfernte alte Kasten im April durch einen neuen ersetzt - leider zu spät für das Turm- falkenpärchen, das den neuen Kasten nicht genutzt hat. Ein Kasten ging an die Zentraldeponie Velsen, wo der Turmfalke seit Jahren im mittlerweile maroden Wanderfalkenkasten brütet. Ein weiterer Kasten konnte im September in der Kirche St. Maria (SB-Rußhütte) eingebaut werden. Dort brütet ein Turmfalkenpärchen seit mehreren Jahren in einer kleinen Mauernische über dem Haupteingang. In Heusweiler wurde ein neuer Kasten an einem älteren Bauernhaus angebracht.

 

Im Oktober wurde in St. Ingbert in der St. Konrad-Kirche ein neuer Brutplatz geschaffen. Dort hatte ein Turmfalkenpärchen vermutlich in einem Baumnest neben der Kirche gebrütet. Ein toter Jungvogel gibt zumindest den Beleg für eine Bruttätigkeit.

Foto: Nistkastenaufhängung in St. Konrad (Gabi Stein)

Foto: Die Mitarbeiter der Pfalzwerke Netz AG beim Anbringen des neuen Turmfalkenkastens am Strommast (Barbara Böhme)

 

Zuletzt hat jetzt im Januar 2017 mithilfe der Pfalzwerke Netz AG der Einbau eines Kastens in einem Leitungsmast stattgefunden. Hier hatte 2016 ein Turmfalkenpärchen in einem verlassenen Krähennest gebrütet. 2 noch nicht flügge Jungvögel  waren aus dem Nest gefallen und wurden von Anwohnern in die Wildvogelstation Püttlingen gebracht und dort gefüttert. Später sind die Jungvögel  in einem Turmfalkenkasten in Saarbrücken Fechingen von Axel Hagedorn (NABU Fechingen-Kleinblittersdorf) und echten Turmfalkeneltern versorgt worden und ausgeflogen.

Außer diesem letzten Kasten im Leitungsmast waren alle Kästen selbst gebaut und mit einer Einstreu versehen, damit die Eier nicht auf der glatten Unterlage wegrollen.

 

Ein weiterer Aspekt im Turmfalkenschutz sind neben dem Instandhalten der bereits vorhandenen Kästen das Informieren und Beraten der Gebäudebesitzer, an deren Haus sich der Turmfalke angesiedelt hat.

Wer Lust und Interesse an der Turmfalken-Mitarbeit hat oder einen Turmfalken bei sich ansiedeln möchte, kann sich in Verbindung setzen mit Gabi Stein (NABU St. Ingbert), gabistein@versanet.de, Telefon 0681 96021405

 

 

Schwalben willkommen

Autorin: Anita Naumann

Foto: Anita Naumann

 

Früher waren sie in Städten und Dörfern allgegenwärtig. Heute muss man in manchem Dorf lange suchen, um noch ein Haus mit Schwalbennestern zu finden. Dabei gelten die flinken Flieger als Glücksboten und vertilgen außerdem für uns Menschen oft lästige Insekten.

Trotzdem werden leider immer noch Nester entfernt. Doch das ist verboten! Denn nicht nur die Schwalben an sich, auch ihre Nester sind geschützt, dürfen also auch während ihrer Abwesenheit in Herbst und Winter nicht einfach abgeschlagen werden. Wenn wegen Sanierungsarbeiten Nester entfernt werden müssen, sollte dies auf jeden Fall außerhalb der Brutzeit geschehen und nach der Sanierung kann man den Schwalben dann mit künstlichen Nisthilfen wieder ein zu Hause bieten. Gegen Verschmutzungen an der Fassade helfen unterhalb der Nester angebrachte Kotbrettchen. Heute finden Schwalben leider kaum mehr Lehmpfützen in den Ortschaften, um so neue Nester bauen zu können.

Um erst einmal zu erfahren, wo und wie viele Schwalben es in St. Ingbert überhaupt noch gibt, werden wir versuchen noch vorhandene Nester zu zählen. Dabei können auch Sie uns helfen. Melden Sie Häuser mit Schwalbennestern über die Webseite http://www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de/schwalben-und-mauersegler-meldeformular/

Um den Schwalben in und um St. Ingbert  zu helfen, können also auch Haus- und Gartenbesitzer aktiv werden. Wie, das wird hier http://www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de/schwalben-und-mauerseglern-helfen/ erklärt.

Vielleicht haben ja auch Sie die Möglichkeit eine Nisthilfe für Schwalben anzubringen oder eine Lehmpfütze in Ihrem Garten anzulegen, damit die Schwalben auch Ihrem Haus Glück bringen können.

 

Testen Sie Ihr Wissen mit dem NABU-Naturquiz:

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