Herzlich Willkommen beim NABU St. Ingbert

Unsere nächsten Treffen:

Wann? 15. März 2017 ab 20 Uhr
Wo?    Gasthaus "Mühlehannes", Rohrbach, Obere Kaiserstr. 97

 

Mitgliederversammlung 2017: 5. April 2017 ab 19:30 Uhr
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(02.02.2017) Nisthilfen für Wildbienen und Vögel

Wir sind am 18. März auf dem Wochen- und Biosphärenmarkt dabei und bieten Nisthilfen für Wildbienen und Vögel an. Jede Menge Informationen rund um das Thema Wildbienen und Vögel in Garten und Parks finden Sie auch bei uns.

(30.01.17) Mäusebussard aus Norwegen tot aufgefunden.

Vergangene Woche wurde uns der Fund eines toten Bussards nähe der A6 an der Parallelstraße ge- meldet. Er trug einen Ring der Be- ringungsstation "Museum Stavan- ger" in Norwegen. Von dort kam heute die Bestätigung: Es handelt sich um einen jungen Mäuse- bussard, der gerade mal 7 Monate alt wurde. Nachdem er 1321 km nach Süden geflogen war, wurde er aller Wahrscheinlichkeit nach bei uns Opfer einer Kollision im Straßenverkehr. 

                                                                                               (Foto: Andreas Schäfer)

NABU St. Ingbert Jahresprogramm

Wir haben uns Exkursionen für Sie aus- gedacht, z.B. in das neue Beweidungs- gebiet im Rohrbachtal und zu den Wild- bienen. Natürlich steht auch wieder die beliebte Fledermauswanderung auf dem Programm.

 

Sie finden das Programm an unserem Schaukasten in der Rickertstraße/Ecke Kaiserstraße. Es genügt auch ein Klick auf das nebenstehende Bild, um sich das ganze Programm herunterzuladen. Den Anfang macht die Waldkauzwanderung am 18. Februar unter Führung von Erwin Andres.

Hier unser Programm zum Herunterladen:
NABU St. Ingbert 2017.pdf
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Das Turmfalkenjahr 2016

Autorin: Gabi Stein

Die Beobachtungen

 

Im Jahr 2016 wurden die Bemühungen um den Turmfalken in St. Ingbert , Teilen von Saarbrücken und im Regionalverband Saarbrücken weiter geführt. Insgesamt war es ein sehr schlechtes Brutjahr für den Turmfalken: von 19 uns bekannten Brutpaaren (14 in SB, 4 in IGB und 1 überregional) haben lediglich 8 Paare die Brut erfolgreich abgeschlossen, die anderen Paare haben entweder nicht mit der Brut begonnen oder sie abgebrochen. Das entspricht ungefähr den Ergebnissen bei den Singvögeln, das kalte und nasse Frühjahr hat sich allgemein schlecht auf den Bruterfolg ausgewirkt.                                               Foto: junger Turmfalke (Helmut Graf)

 

Für St. Ingbert lässt sich festhalten, dass die früher bekannten und zum Großteil vom NABU eingerichteten Nistplätze in den Kirchen weder für die Zielarten Schleiereule noch für den Turmfalken funktionieren. Ein Großteil der Nistkästen ist von Dohlen besetzt: 6 Dohlenpaare haben hier 2016 ihre Jungen großziehen können. Der Turmfalke ist durch den frühen Brutbeginn der Dohlen zum Ausweichen gezwungen, die 4 uns bekannten Turmfalkenpärchen haben in einem Baumnest, einem Leitungsmast und 2 in einer Gebäudenische  an  Industriegebäuden gebrütet. Die Schleiereule ist als Brutvogel in St. Ingbert nicht mehr bekannt.                                                            Foto: Dohle in St. Hildegard (Gabi Stein)

 

Im Stadtgebiet  von Saarbrücken sieht die Situation für den Turmfalken etwas besser aus als in St. Ingbert. Vor allem an Industriegebäuden scheint es dem Turmfalken zu gefallen, denn auch hier gilt das gleiche wie in St. Ingbert und vermutlich im restlichen Saarland: die 35 in Kirchen eingebauten Nisthilfen sind eher von Dohlen als von Turmfalken besetzt. Da die Dohle als seltener Brutvogel auch einen Schutzstatus hat (besonders geschützt, der Turmfalke ist streng geschützt), ist diese Tatsache aber zu verschmerzen. Es bedeutet lediglich, Alternativen zu finden und sich der Situation anzupassen: in den letzten 2 Jahren wurden 5 neue Nistkästen an verschiedenen meist Industriegebäuden aufgehängt, die auch angenommen wurden.
Foto: Turmfalkenweibchen in der Herz-Jesu-Kirche in Burbach (Gabi Stein). Das Pärchen war da, aber eine Brut hat in diesem Jahr nicht stattgefunden.

 

Aktionen zum Schutz der Turmfalken

Insgesamt wurden 2016 mehrere neue Nistmöglichkeiten geschaffen:

In der Christus-kirche in Dudweiler wurde der bei Bau- arbeiten entfernte alte Kasten im April durch einen neuen ersetzt - leider zu spät für das Turm- falkenpärchen, das den neuen Kasten nicht genutzt hat. Ein Kasten ging an die Zentraldeponie Velsen, wo der Turmfalke seit Jahren im mittlerweile maroden Wanderfalkenkasten brütet. Ein weiterer Kasten konnte im September in der Kirche St. Maria (SB-Rußhütte) eingebaut werden. Dort brütet ein Turmfalkenpärchen seit mehreren Jahren in einer kleinen Mauernische über dem Haupteingang. In Heusweiler wurde ein neuer Kasten an einem älteren Bauernhaus angebracht.

 

Im Oktober wurde in St. Ingbert in der St. Konrad-Kirche ein neuer Brutplatz geschaffen. Dort hatte ein Turmfalkenpärchen vermutlich in einem Baumnest neben der Kirche gebrütet. Ein toter Jungvogel gibt zumindest den Beleg für eine Bruttätigkeit.

Foto: Nistkastenaufhängung in St. Konrad (Gabi Stein)

Foto: Die Mitarbeiter der Pfalzwerke Netz AG beim Anbringen des neuen Turmfalkenkastens am Strommast (Barbara Böhme)

 

Zuletzt hat jetzt im Januar 2017 mithilfe der Pfalzwerke Netz AG der Einbau eines Kastens in einem Leitungsmast stattgefunden. Hier hatte 2016 ein Turmfalkenpärchen in einem verlassenen Krähennest gebrütet. 2 noch nicht flügge Jungvögel  waren aus dem Nest gefallen und wurden von Anwohnern in die Wildvogelstation Püttlingen gebracht und dort gefüttert. Später sind die Jungvögel  in einem Turmfalkenkasten in Saarbrücken Fechingen von Axel Hagedorn (NABU Fechingen-Kleinblittersdorf) und echten Turmfalkeneltern versorgt worden und ausgeflogen.

Außer diesem letzten Kasten im Leitungsmast waren alle Kästen selbst gebaut und mit einer Einstreu versehen, damit die Eier nicht auf der glatten Unterlage wegrollen.

 

Ein weiterer Aspekt im Turmfalkenschutz sind neben dem Instandhalten der bereits vorhandenen Kästen das Informieren und Beraten der Gebäudebesitzer, an deren Haus sich der Turmfalke angesiedelt hat.

Wer Lust und Interesse an der Turmfalken-Mitarbeit hat oder einen Turmfalken bei sich ansiedeln möchte, kann sich in Verbindung setzen mit Gabi Stein (NABU St. Ingbert), gabistein@versanet.de, Telefon 0681 96021405

 

 

Das Amphibienjahr 2016

Autorin: Gabi Stein

Grasfroschkaulquappe mit schon entwickelten Hinterbeinen
Grasfroschkaulquappe mit schon entwickelten Hinterbeinen

Aufgrund der - zumindest aus Sicht der Amphibien - günstigen Wetterver- hältnisse war das Jahr 2016 für alle Amphibien- arten ein insgesamt sehr zufriedenstellendes Jahr in St. Ingbert. Neben Erd- kröten, Gras- und Teich-fröschen konnten wir Berg-, Faden- und Teich- molche, sowie den Feuersalamander und die Wechselkröte nach- weisen. Der Großteil der Gewässer blieb stabil und dank einiger Pflege- maßnahmen im Vorfeld und der Krötenzaunbetreuung am Glashütter Weiher konnten sich Frösche, Molche und Kröten gut entwickeln.

Auch die noch nicht geschlechtsreifen Erdkröten wandern schon mal probeweise zum Laichgewässer
Auch die noch nicht geschlechtsreifen Erdkröten wandern schon mal probeweise zum Laichgewässer

Rein zahlenmäßig ist die Umgebung am Glashütterweiher mit  knapp  8000 am Krötenzaun gezählten Amphibien der Kernbereich im vom NABU St. Ingbert betreuten Gebiet. Hier kommen Erdkröten und Grasfrösche in großen Populations-zahlen, sowie Molche vor. Die Krötenzaun-betreuung, die sich in diesem Jahr über knapp 7 Wochen hinzog, war nur durch den engagierten Einsatz von vielen Helfern möglich.

Der Feuersalamander, Lurch des Jahres 2016
Der Feuersalamander, Lurch des Jahres 2016

Ein qualitativ hochwertiger Bereich ist das Gebiet am Großen Stiefel, wo der Saarforst im ausgehenden Winter einige Stützungsmaßnah- men zum Erhalt von Kleinge- wässern durchgeführt hat. Hier kommen 5 Amphibienarten vor, deren Larven ab Ende Juni die Gewässer verlassen haben.

Rufendes Wechselkrötenmännchen ...
Rufendes Wechselkrötenmännchen ...

Auch zwei kleine Wechselkrötenpopu-lationen haben wir in einem St. Ingberter Industriegebiet gefun- den. Die Kaulquap- pen konnten sich zum Großteil fertig entwickeln. Jungtiere sind Ende Juni/An- fang Juli aus den Lachen abgewandert. Die Wechselkröte ist eine streng geschütz- te Art, die gerne temporäre Flachgewässer auf von Menschen genutzten Flächen besiedelt und dadurch der ständigen Gefahr von Eingriffen, etwa durch Bebauungsmaßnahmen, ausgesetzt ist.

... und das Ergebnis seiner Bemühungen
... und das Ergebnis seiner Bemühungen

Eine Bitte an alle Amphibienfreunde

Bitte belassen Sie Frosch- oder Krötenlaich, alle Kaulquappen und ausgewachsenen Amphibien an dem Platz, an dem Sie sie beobachten! Eine Umsiedlung ist selten erfolgreich und von vielen Bedingungen abhängig, die oft nicht richtig einzuschätzen sind. Vor allem die Erdkröte ist eine sehr standorttreue Art, die eine Umsiedlung in der Regel nicht akzeptiert!


Wenn Sie konkrete Fragen zum Thema haben, wenden Sie sich gerne an Gabi Stein (gabistein@versanet.de) oder Barbara Böhme (info@nabu-st-ingbert.de).

 

Und zu guter Letzt
Wer Lust auf sinnvolle sportliche Betätigungen im Bereich Biotoppflege an Gewässern hat, kann sich ebenfalls gerne melden. Einige Pflegemaßnahmen an Gewässern, in denen Amphibien vorkommen, stehen für die Monate September-November an.

Fotos: Gabi Stein, Helmut Graf (Feuersalamander)

 

Schwalben willkommen

Autorin: Anita Naumann

Foto: Anita Naumann

 

Früher waren sie in Städten und Dörfern allgegenwärtig. Heute muss man in manchem Dorf lange suchen, um noch ein Haus mit Schwalbennestern zu finden. Dabei gelten die flinken Flieger als Glücksboten und vertilgen außerdem für uns Menschen oft lästige Insekten.

Trotzdem werden leider immer noch Nester entfernt. Doch das ist verboten! Denn nicht nur die Schwalben an sich, auch ihre Nester sind geschützt, dürfen also auch während ihrer Abwesenheit in Herbst und Winter nicht einfach abgeschlagen werden. Wenn wegen Sanierungsarbeiten Nester entfernt werden müssen, sollte dies auf jeden Fall außerhalb der Brutzeit geschehen und nach der Sanierung kann man den Schwalben dann mit künstlichen Nisthilfen wieder ein zu Hause bieten. Gegen Verschmutzungen an der Fassade helfen unterhalb der Nester angebrachte Kotbrettchen. Heute finden Schwalben leider kaum mehr Lehmpfützen in den Ortschaften, um so neue Nester bauen zu können.

Um erst einmal zu erfahren, wo und wie viele Schwalben es in St. Ingbert überhaupt noch gibt, werden wir versuchen noch vorhandene Nester zu zählen. Dabei können auch Sie uns helfen. Melden Sie Häuser mit Schwalbennestern über die Webseite http://www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de/schwalben-und-mauersegler-meldeformular/

Um den Schwalben in und um St. Ingbert  zu helfen, können also auch Haus- und Gartenbesitzer aktiv werden. Wie, das wird hier http://www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de/schwalben-und-mauerseglern-helfen/ erklärt.

Vielleicht haben ja auch Sie die Möglichkeit eine Nisthilfe für Schwalben anzubringen oder eine Lehmpfütze in Ihrem Garten anzulegen, damit die Schwalben auch Ihrem Haus Glück bringen können.

 

 

Aktion Krötenwanderung

Die diesjährige Wanderung der Erdkröten am Glashütter Weiher ist weitgehend abgeschlossen. Die Aktiven des NABU St. Ingbert waren vom 11. März bis zum 4. April sehr fleißig. Sie sammelten knapp 10.000 Erdkröten, rund um den Krötenzaun und entlang der Straße zur Gaststätte auf, um sie vor dem Überfahren durch PKW zu bewahren und sie sicher zu ihren Laichgewässern zu bringen.

Dennoch sind viele Tiere insbesondere auch auf der  Rückwanderung von Autos überfahren worden. Daher sollen im nächsten Jahr durch entsprechende Hinweise Autofahrer noch stärker sensibilisiert werden, Rücksicht auf Erdkröten zu nehmen.

 

NABU St. Ingbert begrüßt 1000. Mitglied

Wir begrüßen ganz herzlich unsere neuen Mitglieder. In diesem Jahr haben wir unser 1000. Mitglied geehrt. Das sind eine ganze Menge St. Ingberter, die uns damit bei unserer Arbeit und bei unserem Engagement für die Natur in und um St. Ingbert unterstützen.

Wir laden jeden Einzelnen herzlich zum Mitmachen ein, sei es aktuell bei der Betreuung des Krötenzauns, sei es bei Pflegeeinsätzen an Gewässern und Wiesen, sei es beim Aufbau der Turmfalken-AG. Falls Sie unseren elektronischen Newsletter beziehen möchten, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an info@nabu-st-ingbert.de, damit wir Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten rund um die Natur informieren können.

Testen Sie Ihr Wissen mit dem NABU-Naturquiz:

Naturquiz
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Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten - im allgemeinen oder auch ein spezielles Projekt - dann sind Sie herzlich willkommen.

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